Seilzugsensoren

Messprinzip
Seilzugwegmessung ist den berührenden Messverfahren zuzuordnen. Jeder Seilzugsensor wireSENSOR besteht aus den grundlegenden Elementen Seil, Trommel und Federmotor (zusammengefasst als Mechanik) und einem Potentiometer oder Encoder zur Messsignalerzeugung. Seilzugsensoren werden verwendet, wenn große Messbereiche bei kleinen Sensor-Abmessungen zu niedrigen Kosten gefordert werden. Das Seil ist i. d. R. ein äußerst dünnes Stahlseil, das je nach Ausführung mit Polyamid ummantelt ist. Durchschnittlich und abhängig von der Art der Beanspruchung ist ein Seil etwa 0,8 mm dick.

Von der Bewegung zum elektrischen Signal
Mit einem Seilzugsensor wireSENSOR wird eine Linearbewegung in eine Drehbewegung transformiert. Das freie Ende des Seils wird an den bewegten Körper befestigt. Am offenen Ende des Seils befindet sich eine Öse, die wahlweise an das Messobjekt geschraubt oder eingehängt werden kann. Die durch das Ausziehen des Seils entstandene Drehbewegung wird anschließend über einen Drehgeber in ein elektrisches Signal gewandelt.
Für eine ausreichende Vorspannung des Seiles sorgt ein Federmotor. Der Federmotor ist eine Spiralfeder mit Drehmomentbelastung, ähnlich der in einem mechanischen Uhrwerk. Je weiter das Seil ausgezogen wird, desto höher ist auch die Spannkraft der Feder. Dies hat den Vorteil, bei waagrechter Montage den Durchhang des Seils zu minimieren.

Vorteile von Seilzugsensoren
– Sehr kleine Bauform im Vergleich zum Messbereich
– Teleskopierbares Messprinzip
– Sehr robuste Sensoren
– Messseil kann durch Umlenkrollen abgelenkt werden

Mögliche Ausgangsarten
– Analoge Anschlussmöglichkeit
In Seilzugsensoren wireSENSOR von Micro-Epsilon können grundsätzlich drei unterschiedliche Arten von Präzisionspotentiometer verwendet werden; Drahtpotentiometer, Hybridpotentiometer und Leitplastikpotentiometer. Bei Standardprodukten werden in der Regel Leitplastik- oder Hybridpotentiometer eingesetzt. Für Serienanwendungen erfolgt die Auswahl anhand der für die Anwendung notwendigen Spezifikationen, um ein optimales Preis-Leistungsverhältnis für den Kunden zu erreichen.

– Digitale Anschlussmöglichkeiten
Im Vergleich zu analogen Potentiometern besitzen Encoder eine deutlich höhere Lebensdauer und bessere Linearität. Je nach Anforderung stehen inkrementelle oder absolute Encoder zur Verfügung. Beide Encoder-Arten unterscheiden sich grundlegend voneinander. Wo die relative Positionsverschiebung gemessen werden soll werden inkrementelle Encoder verwendet. Ein Absolut-Encoder hingegen ordnet jedem Messwert einen eindeutigen Positionswert zu.
Weitere Informationen zu Sensoren und Anwendungen erhalten Sie bei Micro-Epsilon.

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