Joachim Hueber über die Farbsensorik

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Wir haben Joachim Hueber (Produktmanager Farbsensoren, Micro-Epsilon Eltrotec) über die Vergangenheit und die aktuellen Trends in diesem spannenden Messtechnikfeld befragt.

Wie ist die historische Entwicklung der Farbsensorik? Wie hat man die Farben früher erkannt?

Dir Farbe spielt eine große Rolle in unserem Leben: Der Mensch assoziiert mit Farben Güte, Qualität und Empfindungen, deshalb hat er das Bedürfnis farbige Objekte immer wieder gleich herzustellen. Früher haben die Prüfer die Farbetreue unter definiertem Licht in definierter Betrachtungsrichtung begutachtet. Allerdings ist das Farbempfinden unterschiedlich, daher suchte man eine maschinelle Lösung. Die ersten Farbsensoren waren RGB (Red Green Blue)-Sensoren. Der RGB-Farbraum eignet sich allerdings nicht optimal zur Farbprüfung, daher wurden weitere Farbmodelle geschaffen und die Farbsensoren zu Dreibereichsensoren mit L*a*b* weiterentwickelt. Die in den Sensoren verwendeten Farbfilter sind der Augenempindlichkeitskurve des Menschen angeglichen, daher spricht man hier von der perzeptiven Farbsensorik.

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Wie weit ist die Technologie der Farbsensoren ausgereizt?

Derzeit kann mit den am Markt verfügbaren 3-Bereichs Farbsensor-Chips keine Verbesserung der Genauigkeit mehr erreicht werden. Deshalb werden aktuell Sensoren mit mehr als drei farbempfindliche Empfangsbereiche (6-Farben-Chips) entwickelt.

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Was sind die Herausforderungen dieser Technologie?

Die Herausforderung ist eine höhere Messgenauigkeit für kleineres Geld zu erhalten. Deswegen gibt es Entwicklungen, die von Farbsensor-Chips in Richtung spektrale Empfindlichkeit gehen. Genaue Gitterspektrometer mit entsprechender Auswerteeinheit sind für die meisten Anwendungen derzeit noch zu teuer. Deshalb haben wir im Frühjahr 2012 ein kostengünstiges spektrales Inline-Farbmesssystem auf den Markt gebracht.

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Mehr Informationen zu den Farbsensoren

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