Optische Messtechnik in der Produktion 2: Echtzeit Thermographie

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Optisch, berührungslos, präzise – Qualitätssicherung im Prozess: im zweiten Teil der Serie stellen wir Ihnen die Wärmebildkameras thermoIMAGER TIM vor. Die Thermografie erkennt Qualitätsschwankungen mit einer Infrarot-Kamera. Sie erfasst die von dem Messobjekt ausgehende Infrarotstrahlung und visualisiert sie. Im Produktionsprozess liefert die Temperaturverteilung eine globale Qualitätsaussage über Fehltemperierung des Werkstücks, Fehlfunktion des Werkzeugs, sichtbare Geometriefehler und verdeckte Fehler (z. B. Materialfehler) können erkannt werden. Der Anschluss der Kamera erfolgt über eine USB-Schnittstelle, über die auch die Versorgung vorgenommen wird. Ein Mini-PC vereinfacht die Integration der Wärmebildkameras der Serie thermoIMAGER TIM in der industriellen Produktion. Er kann außerdem als Umsetzer zwischen der Kamera und einem Ethernetnetzwerk fungieren. Darüber hinaus kann der Anwender eigene Software integrieren und so die Prozessüberwachung individuell optimieren. Die integrierte Watchdog-Funktion sichert durch eine intelligente Eigenüberwachung den Messvorgang gegen Störungen ab.

Unterschiedliche Leistungsklassen der Wärmebildkameras erlauben den Einsatz des passenden Modells in jeder Anwendung. Bei der thermoIMAGER TIM160 beispielsweise handelt es sich um kleine, schnelle und sehr flexible Industrieinfrarotkameras mit PC-Softwareanbindung. thermoIMAGER haben eine hohe thermische Empfindlichkeit und sind für präzise Messaufgaben konzipiert. In Kooperation mit dem Süddeutschen Kunststoff-Zentrum (SKZ) hat der Sensorik-Spezialist Micro-Epsilon eine Thermografie-basierte Lösung für die Online-Qualitätsprüfung bei Spritzgussmaschinen realisiert. Da die genaue Lage einer möglichen Fehlstelle nicht vorhersehbar ist, bietet eine IR-Kamera vom Typ thermoIMAGER einen entscheidenden Vorteil: sie erfasst und begutachtet das gesamte Teil. Dafür wird in der Totzeit zwischen zwei Schüssen das frisch gespritzte Bauteil durch das Handlingsystem dem thermoIMAGER TIM 160 von einer oder mehreren Seiten präsentiert und jeweils ein Infrarot-Bild aufgenommen. Dieses Bild liefert eine Aussage über die geometrischen Fehler, Materialdefekte und Fehltemperierung in der Produktion. Weiterhin ermöglicht das System eine schnelle und sichere Maschinenumstellung: Wird das Spritzwerkzeug gewechselt, so kann bereits nach wenigen Schüssen ein Vergleich zur Referenzproduktion erfolgen. Dadurch werden Ausschuss und Fehlproduktion minimiert.

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