5 Fragen an Prof. Martin Sellen

Prof. Dr.-Ing. Martin Sellen ist seit Anfang des Jahres neuer Geschäftsführer bei Micro-Epsilon Messtechnik. In dieser Position verantwortet der promovierte Elektrotechniker die Bereiche Produktion und Entwicklung des Unternehmens. Exklusiv für „Menschen und Messtechnik“ beantwortet er Fragen zur Weiterentwicklung des Unternehmens auf dem Markt der Sensorik.

1. Wie haben Sie bei Micro-Epsilon angefangen?
Ich habe 1994 als Entwicklungsleiter in der Abteilung Sensorik begonnen.

2. Welche Ziele setzten Sie sich als neuer Geschäftsführer?
Wir wollen auf jeden Fall unsere auf Langfristigkeit ausgelegte Arbeitsphilosophie beibehalten. Wichtig sind uns die Wissenskumulierung und der Respekt vor den Menschen. Wir werden niemals für einen kurzfristigen Erfolg eine langfristige Perspektive aufs Spiel setzen.

3. Welche Veränderungen sind geplant und warum?
Wir sind bisher immer deutlich stärker gewachsen als die Branche. Das ist unser Anspruch auch in Zukunft. Doch während der Wirtschaftskrise haben wir gelernt, dass unsere Zielbranchen nicht  so breit gefächert waren, wie wir glaubten. Um krisensicher zu sein, brauchen wir weitere Branchen, die nicht so stark mit dem klassischen Maschinenbau zusammenhängen.

4. Welche Branchen sind das?
Zum einen der Halbleiterbereich, wobei wir die entsprechenden Firmen bereits exklusiv mit unseren Technologien beliefern. Zum anderen ist es die Luftfahrtbranche. Hier sind wir ebenfalls mit unseren Produkten eingestiegen. Ein weiterer Bereich, den wir verstärkt bedienen wollen, ist die Medizintechnik. Wir haben dort bereits Sensoren im Serieneinsatz, aber auch noch viel Potenzial zur Weiterentwicklung.

5. Gibt es weitere Faktoren, die zum Wachstum von Micro-Epsilon beitragen werden?
Das globale Wachstum ist wichtig, da unser direkter Anteil an Auslandsgeschäft kontinuierlich  stärker als der Inlandsbereich wächst. Deswegen planen wir mehr Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika und auf dem asiatischen Markt.

 

Lesen Sie den Beitrag zum Geschäftsführerwechsel in der aktuellen Ausgabe von „Sensorik“ Magazin