„Noten sind nebensächlich“

Bericht aus PNP vom 24.05.2012

 

Ein deutlicher Bewerberrückgang ist auch bei dem Messtechnikunternehmen Micro Epsilon aus Ortenburg zu spüren. „Vor Jahren waren es noch 20, 25, die sich bei uns beworben haben. Die mussten dann einen Einstellungstest durchlaufen“, schildert Michael Schäufel Verhältnisse aus vergangenen Zeiten, als die Firma noch keine Schwierigkeiten hatte, junge Leute zu finden. „Heute haben wir noch zehn Bewerber. Da kann man sich den Einstellungstest sparen und beurteilt nach der charakterlichen Eignung.“ Die Noten, so Michael Schäufel, seien eher sekundär. „Der Kommentar im Zeugnis ist häufig entscheidend, nicht die Zensuren.“ Auf Grundlage dieser Philosophie stellt der Ortenburger Betrieb deshalb zur Hälfte Bewerber mit sehr guten Noten ein und zur anderen Hälfte eher durchschnittliche Schüler. „Der Mix macht’s. Die Guten ziehen die weniger Guten mit. So entsteht eine interessante Eigendynamik“, erklärt der Marketing-Experte.