Micro-Epsilon Systeme verdreifacht die Fertigungskapazität

1995 startete das Messtechnikunternehmen Micro-Epsilon mit der Entwicklung eines Messsystems zur Dickenmessung von Lagerschalen das neue Geschäftsfeld der Systemtechnik. Bereits ein Jahr später wurde das Fertigungsgebäude der Micro-Epsilon um eine weitere Halle für den Systembereich erweitert. Damals standen etwa 350 m² zur Planung, Entwicklung und Fertigung von Messmaschinen zur Verfügung.
Aufgrund der hervorragenden Entwicklung des Bereiches Systemtechnik wurde über die Jahre die Fläche schnell zu klein. Am 15. Juni 2010 zog die Systemtechnik der Micro-Epsilon in ein größeres Gebäude um. Im ersten Stock des Gebäudes befinden sich bereits seit Jahren die Softwareentwicklung und die 2D/3D-Messtechnik. Das Erdgeschoß war bisher ungenutzt und bot ausreichend Kapazität um die Systemabteilung aufzunehmen. Innerhalb von drei Monaten wurde dieses entkernt und komplett neu aufgebaut. Nun bietet die neue Heimat der Systemtechnik auf 1300 m² genügend Platz für sechs große Büros und einen großzügigen Montagebereich. Das als Werk II bezeichnete Gebäude befindet sich im Herzen von Ortenburg. Derzeit sind im Systembereich am Standort Ortenburg zwölf Mitarbeiter mit der Planung, Projektierung, Montage und dem Vertrieb beschäftigt.
Dipl.-Inform Univ. Achim Sonntag, Leiter der Systemtechnik und Geschäftsführer der Micro-Epsilon Tochter ATENSOR  im österreichischen Steyr: „Die neuen Räumlichkeiten bieten die Grundlage für die Internationalisierung des Geschäftsfeldes. Wir wollen nun einen neuen Abschnitt des Unternehmensbereiches angehen und unsere bisher auf den deutschsprachigen Markt beschränkten Vertriebsaktivitäten durch ein internationales Händlernetz für die Systemtechnik in den nächsten zwei Jahren enorm ausbauen. Für das auf diese Weise zu erwartende Wachstum war der Umzug notwendig, um zukünftig eine ausreichend große Montagefläche mit der entsprechenden Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Ferner haben wir unser Produktprogramm mit einer neuen, auf Branchenkompetenz ausgerichteten Philosophie abgerundet und erweitert. Auch dadurch erwarten wir entsprechende Steigerungen, die die neuen Kapazitäten füllen werden.“
Im Rahmen des traditionellen Sommerfestes des Unternehmens Micro-Epsilon wurde am 18. Juni 2010 die Einweihung der Erweiterung mit zahlreichen Ehrengästen und dem Marktrat von Ortenburg gefeiert.
Die frei gewordene Fläche am Stammsitz des Unternehmens in der Königbacherstraße bleibt dabei keineswegs ungenutzt. Noch in diesem Jahr werden die Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten für die Sensorik erweitert und damit die Micro-Epsilon noch leistungsfähiger gemacht.
Der Bereich für Systeme und Anlagen (= Systemtechnik) von Micro-Epsilon entwickelt, projektiert und fertigt schlüsselfertige Messanlagen für die Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle. Dabei liegt der besondere Vorteil darin, dass alle Kernkompetenzen, die für ein Messsystem notwendig sind in einer Hand liegen, und zwar in einer Tiefe, die alleinstellend ist. Aktuelle Entwicklungen aus der Sensortechnik können direkt in die Prüfanlagen übernommen werden. Applikationsspezifische Anpassungen der eingesetzten Sensoren sind durch die im Haus vorhandenen Entwicklungsmöglichkeiten der Sensorik ebenfalls möglich, bzw. die Regel, um dem Kunden einzigartige Präzision zu bieten. Für die Erstellung der Bedien- und Analysesoftware wird auf das graphische Entwicklungswerkzeug ICONNECT gesetzt. Dieses Tool wurde im Softwarebereich der Micro-Epsilon entwickelt und wird ständig auf den neuesten technischen Stand des IT-Sektors gebracht. Im Bereich der Mechanik, dem im Messanlagenbau höchste Aufmerksamkeit zu widmen ist, verfügen die Konstrukteure und Ingenieure der Systemtechnik der Micro-Epsilon über jahrelang aufgebautes Wissen bzgl. der Vermeidung von Vibrationen und der Kompensation von temperaturbedingten Störungen. Eigenschaften, die die Produkte der Systemgruppe auszeichnen. Die aus den oben genannten Kompetenzen  resultierenden kurzen Kommunikationswege und Reaktionszeiten, sind ein unschätzbarer Vorteil. So können in kürzester Zeit Lösungen konzipiert werden und die Abstimmung zwischen Sensorik, Automation, Software und Maschinenbau reibungslos erfolgen.
Die Systemgruppe umfasst heute drei Standorte mit spezifischen Kernkompetenzen. Das österreichische Unternehmen ATENSOR in Steyr beschäftigt sich mit Robotik. Insbesondere mit der automatischen Bahngenerierung zur roboterautomatiserten Fertigung von kleinen Stückzahlen (= Losgröße 1 Ansatz), basierend auf dimensionaler Messung des zu bearbeitenden Objekts. Im Automotive-Bereich angesiedelt, mit besonderen Kompetenzen in der dimensionellen Messtechnik für Reifen- und Gummiproduktion, gehört das Unternehmen ME-Inspection SK, mit Sitz im slowakischen Pressburg ebenso zur Unternehmensgruppe. Damit beschäftigt das Geschäftsfeld Systemtechnik der Micro-Epsilon Gruppe an ihren drei Standorten insgesamt ca. 40 Mitarbeiter.
Die Micro-Epsilon Systemtechnik konzentriert sich auf sieben unterschiedliche Branchen, wobei stets die Prozessregelung der Produktion sowie die Qualitätssicherung im Focus stehen. Neben dem Bereichen Automotive und Reifen/Gummi werden die Branchen Blech, Folienextrusion, Luft- und Raumfahrt, Glas und Halbleiter mit speziellen Prüfanlagen bedient.