Wartung der Gehäusebohrung von Extrudern


Ein neuartiges berührungsloses und verschleißfreies Messverfahren für Doppelschnecken-Extruder erlaubt das berührungslose Erfassen der Innendurchmesser der Gehäusebohrungen. Speziell für die Prüfung der Bohrung im Verfahrensteil entwickelt, misst das Sensorsystem idiamCONTROL von Micro-Epsilon die Durchmesserprofile der Gehäusebohrung. Dafür wird ein Messzylinder in die Gehäusebohrung des Extruders geführt und bis zum stromaufwärtigen Ende geschoben. Vor und hinter dem Messzylinder sind Rollenkreuze aufgesteckt. 16 federnd gelagerte Rollen führen und zentrieren den Messzylinder in der Bohrung. Die Signale der gegenüberliegenden Sensoren werden im Controller zu einer Durchmessergröße verrechnet. Beim Zurückholen des Messsystems werden die Durchmesserwerte und die zurückgelegte Strecke über eine Auswerteeinheit erfasst und aufgezeichnet. Eine Schnittstelle zum Anschluss an den PC ermöglicht eine grafische Auswertung der Signale. Das Messsignal wird als Durchmesser über die gesamte Bohrungslänge dargestellt und Toleranzüberschreitungen werden sofort angezeigt.
Speziell für Doppelschnecken-Extruder besitzt der Messzylinder mehrere Metallstifte, die am Sattel der zwei Bohrungen entlang laufen. Dadurch wird ein Verdrehen des Zylinders verhindert und eine exakte Aufzeichnung der Messspuren gewährleistet. Die Aufzeichnung der Durchmesserwerte kann durch ein Verdrehen der Rollenkreuze, um jeweils 40°, für insgesamt sechs Messspuren in einem Doppelschnecken-Extruder durchgeführt werden. idiamCONTROL wird bereits von mehreren Extruderherstellern eingesetzt. So z. B. von der Fa. Coperion Werner & Pfleiderer. Ebenfalls erfolgreich im Einsatz ist das System bei Leistritz Extrusionstechnik und bei der Berstorff GmbH. Die Gehäusebohrungs-Messgeräte werden häufig bei Servicearbeiten eingesetzt. Eine Demontage des Verfahrensteil ist dabei nicht nötig, wodurch eine erhebliche Zeitersparnis erreicht wird.

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