Qualitätsprüfung von Flachgläsern


Zwei neue Messstationen von Micro-Epsilon inspizieren beim Unternehmen Schott in Jena die Maßhaltigkeit und Kantenqualität von Flachgläsern vollautomatisch. Gerade für Industriegläser, die für anspruchsvolle technologische Aufgaben verwendet werden, ist die Maßhaltigkeit ein sehr wichtiger Faktor. Ein Beispiel dafür sind Gläser für die Produktion von Photovoltaik-Modulen. Bereits eine kleine Abweichung von der geforderten Geometrie oder Dicke, kann sich auf die spätere Funktion des Glases negativ auswirken.
Glas ist wegen der Transparenz als schwierig messbar bekannt und nur die neuesten Technologien sind imstande, Gläser zuverlässig und absolut präzise auf ihre Geometrie (Format, Dicke und Ebenheit) und Oberflächenbeschaffenheit zu prüfen. Für diese Anwendung werden von Micro-Epsilon zwei unterschiedliche optische Verfahren eingesetzt: konfokal-chromatische Sensoren und das Lichtschnittverfahren. In der Fertigungslinie wird die Scheibe per Roboter auf ein Transportsystem gelegt, welches die Scheibe in die Messstation befördert. Auf einem Traversierbalken befinden sich sechs konfokal-chromatisch Sensoren der Serie optoNCDT 2401 direkt über der Scheibe, die in sechs Spuren die Dicke und Planarität messen. Beim konfokalen Prinzip wird die gewünschte Abstands- oder Dickeninformation aus polychromem Weißlicht gewonnen. Als Lichtquelle dient eine herkömmliche LED. Die Sensoren besitzen einen Messbereich von 10 mm und messen die Dicke von nur einer Seite, die Steinplatte dient zusätzlich als Referenzfläche. Ein Laserscanner der Serie scanCONTROL 2800umfährt während des Traversier-Vorgangs die Scheibe. Damit wird zeitgleich die Kante auf Abplatzer geprüft und die Randgeometrie der Scheibe vermessen. Dazu wird eine Laserlinie auf die Scheibe projiziert und das diffus reflektierte Licht durch eine CMOS-Matrix aufgenommen. Auf diese Weise kann das Oberflächenprofil der Scheibenkante genau reproduziert werden. Die beiden neuen Messanlagen werden im Warenein- und Warenausgang verwendet. Sie sorgen dafür, dass nur 100% intakte Scheiben weiterverwendet bzw. ausgeliefert werden.

Tags: