Anspruchsvolle Dickenmessung durch Dualsensorik


Sensoren sind für denkbar viele Aufgaben einsetzbar. Bei der Messung der Dicke von Platten, Folien usw. stoßen dennoch viele Sensoren an ihre Grenzen und können diese Aufgabe nur mit erhöhtem Aufwand lösen. Durch das Verbinden zweier Sensoren verschiedener Messprinzipien ergeben sich völlig neue Anwendungen. Der Entwickler Micro-Epsilon vereint diese Sensoren unter dem Namen Dualsensorik. Sensoren eines Messprinzips haben ihre ganz spezifischen Stärken. So misst ein kapazitiver Sensor sehr präzise, reagiert aber empfindlich auf Materialien im Messspalt. Verbindet man nun zwei Sensoren, können deren spezifischen Stärken verwendet und Einschränkungen, die bei anderen Anwendungen stören würden für höhere Genauigkeit genutzt werden.
In einem von mehreren entwickelten Modellen des Herstellers, ist ein Laser-Triangulationssensor mit einem Wirbelstromsensor verbunden. Diese Art von Sensoren wird eingesetzt um die Schichtdicke von verschiedenen Kunststoffen während der Produktion zu messen. Ein spezieller Wirbelstromsensor mit zwei Bohrungen in der Sensormitte wird dafür vor die Optik des Lasersensors montiert. Die Laserstrahlen messen durch die Bohrungen auf die Kunststoffoberfläche in gleicher Achse zum Wirbelstromsensor. Die elektromagnetischen Strahlen des Wirbelstromsensors durchdringen die Kunststoffschicht und messen auf ein darunter befindliches Referenzmaterial aus Metall. Dies kann beispielsweise bei der Messung der Sprühhautdicke die Metallwanne in der Produktion sein oder eine Metallwalze, über die ein bandförmiger Kunststoff geführt wird. Eine nachgelagerte Auswertesoftware berechnet aus den beiden Sensorsignalen die Dicke des Messobjektes.
Das Unternehmen verwendet für diese Dualsensorik nur Sensoren, Software und Mechanik aus dem eigenen Haus.

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